Monatsarchiv für Juni 2010

Miteinander-Potential (Teil 1)

Donnerstag, den 24. Juni 2010

Edward de Bono gilt als einer der führenden Lehrer für kreatives Denken. Von ihm stammt die 6-Hüte-Methode, die das Potential eines kreativen Miteinanders nutzbar macht und damit einen effektiven Weg zur gemeinsamen Lösung komplexer Probleme aufzeigt.

De Bono:

There is nothing more sad and wasteful than a roomful of intelligent and highly paid people waiting for a chance to attack something the speaker said. With the Six Hats method the fullest use is made of everyone’s intelligence, experience and information. The Six Hats also removes all “ego” from the discussion process.

Die beiden wesentlichen Grundgedanken der 6-Hüte-Methode:

  1. alle Beteiligten betrachten das Problem/Thema zur gleichen Zeit aus der gleichen Richtung/Perspektive
  2. alle Beteiligten betrachten das Problem/Thema aus allen Richtungen

Grundlegende Prinzipien:

  • Eine Farbe: d.h., gemeinsame Konzentration auf eine Sichtweise, wobei jede Sichtweise eine Bereicherung ist es hilft, auch mal andere Sichtweisen zu denken.
  • Keine Macht: d.h., alle Beiträge sind gleich wertvoll; jeder sollte zu jeder Sichtweise etwas beitragen
  • Bunt statt S/W: d.h., ein buntes Spektrum von input aus verschiedenen Perspektiven (positive Aspekte, negative Aspekte, mein subjektives Empfinden, objektive Informationen zum Thema, etc.)

Ergo: Besser miteinander gewinnen als gegeneinander verlieren.

Persönliches Fazit: Funktioniert, macht Spaß und verbindet:-)

Tipp: Selbst ausprobieren!

PS: Hier ein aktuelles Interview mit DeBono  “Brainstormings sind überholt”

Warum wir gewinnen

Dienstag, den 15. Juni 2010

Fußball WM 2010 in Südafrika. Es ist Sonntagabend, der 13. Juni. Deutschland gewinnt gegen Australien 4:0. Und wie! Super gespielt, nicht nur was für den Kopf, sondern auch fürs Auge und fürs Gefühl Wow! Damit hatten nur wenige gerechnet. Ich gehöre nicht dazu. Und damit war ich wohl nicht alleine.

Die “Welt Kompakt” vom 15. Juni titelt “Deutschland staunt über seine Elf”. Wie konnte das “passieren”, dass Deutschland so attraktiven und erfolgreichen Fußball spielt?

Die Welt-Analyse, warum wir gewinnen:

Frech, mutig, multikulturell – und vor allem ohne einen Leithammel, der normalerweise zur deutschen Nationalelf gehört wie der Senf zur Bratwurst.

Ob das nicht auch ein innovatives Rezept für erfolgreiche und attraktive Teamarbeit der Zukunft sein könnte?

Bitte…zähme mich!

Mittwoch, den 9. Juni 2010

“Ich möchte wohl”, antwortete der kleine Prinz, “aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge kennenlernen.”

“Man kennt nur die Dinge, die man zähmt” sagte der Fuchs. “Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!”

“Was muss ich da tun?” sagte der kleine Prinz. “Du musst sehr geduldig sein”, antwortete der Fuchs. “Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras. Ich werde dich so verstohlen, aus dem Augenwinkel anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse. Aber jeden Tag wirst du dich ein bisschen näher setzen können…”

(aus: Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupery, S. 50/51)

Beziehung braucht Zeit. Zeit zum Zähmen und zum Wachsen. Gemeinsame Zeit, ohne viele Worte. Zeit zum zusammen-wachsen. Kann man das schöner beschreiben als der Fuchs und der kleine Prinz?

Erst wunderbar gewachsen dann tödlich gefallen

Donnerstag, den 3. Juni 2010

Und es begab sich im elften Jahr am ersten Tag des dritten Monats, da geschah des HERRN Wort zu mir:

2 »Menschenkind, sag zum Pharao, dem König von Ägypten, und zu seinem Volk: `Mit wem ließ sich deine Größe vergleichen?
3 Ja, du warst wie eine Zeder auf dem Libanon, mit starken Ästen, die kühlen Schatten spenden, hoch gewachsen, sodass ihr Wipfel bis in den Himmel reicht.
4 Das Wasser ließ sie groß werden und sie wurde von der unterirdischen Flut in die Höhe getrieben. Diese strömte rings um ihre Wurzeln herum, während sie nur als Rinnsal zu den anderen Bäumen auf dem Feld floss.
5 Darum war die Zeder größer als alle anderen Bäume auf dem Feld. Sie trieb viele Zweige und lange Äste aus, denn sie hatte genügend Wasser, um sich auszubreiten.
6 In ihren Zweigen nisteten Vögel, in ihrem Schatten gebaren wilde Tiere ihre Jungen. Alle großen Völker der Welt lebten in ihrem Schatten.
7 Sie war schön mit ihrem hohen Wuchs und ihren langen Ästen, denn ihre Wurzeln lagen an großen Wasservorräten.
8 Keine andere Zeder im Garten Gottes war mit ihr zu vergleichen. Keine Zypresse besaß ihre Zweige, keine Platane hatte Äste wie sie. Kein Baum im Garten Gottes war so schön.
9 Ich hatte sie mit ihren vielen Zweigen so herrlich gemacht, dass alle anderen Bäume von Eden, dem Garten Gottes, neidisch auf sie waren. (weiterlesen…)