Monatsarchiv für Juni 2009

brandeins: Die Schöpfung

Dienstag, den 30. Juni 2009

Die Schöpfung
Finsternis lag über der Abteilung
Forschung und Entwicklung.
Da sprach der Kreative: Es werde Licht.
Und es ward Licht.
Der Kreative sah, dass das Licht gut war.
Dann aber sprach der Controller:
Es ist nicht gut, denn das Licht verbraucht Strom.
Und das Produktportfolio blieb dunkel,
wüst und leer.

Sieben Tage später fand das nächste Meeting statt.
(aus: brandeins Mai 2007. Hier nachzulesen.)

Robert K. Greenleaf, der “Vater” des servant leadership Ansatzes in den USA, sagt zum Thema Kreativität: “You must start out creative or you will never really be in the ball game. …I counsel you then to be aware of your priceless gift of creativity, cultivate it as a pearl beyond price.” ((Greenleaf, 1998), p. 98).

Wie sieht es bei Ihnen und in Ihrem Unternehmen mit Kreativität aus?

Kennen Sie die Erfahrung die brandeins im Editorial der Ausgabe so beschreibt:

…Viel schwerer wiegt das tiefe Misstrauen, das dem Kreativen, also Anarchischen, in Wirtschaft und Gesellschaft entgegengebracht wird. Und das nicht ohne Grund: Wenn Kreativität zum Produktionsfaktor und die Fähigkeit zu immer neuen Ideen zum Erfolgsgeheimnis wird, ist mit der alten Ordnung nicht mehr viel auszurichten. Ob es um Arbeitszeiten geht oder um die Bereitschaft, mit Traditionen zu brechen – alles muss infrage gestellt werden. Wer will das schon?

Greenleaf, R. K. (1998). The Power of Servant Leadership. San Francisco: Berrett-Koehler.

Dienende Führung ist ein Ausdruck von Liebe

Donnerstag, den 25. Juni 2009

… meint Professor Mihai C. Bocarnea von der Regent-Universität in den USA. Dr. Bocarnea ist Autor verschiedener Bücher, und hat sich mit dem Thema “Dienende Führung” insbesondere auch wissenschaftlich auseinandergesetzt. Er schreibt weiter:

In den letzten fünf Jahren habe ich “Dienende Fürhung” in verschiedenen Organisationen und Kulturen studiert… Die Forschungsergebnisse aus der ganzen Welt bestätigen meine persönliche Erfahrungen als dienender Leiter…. Im Kern bedeutet “Dienende Fügrung”, dass wir die Leiter herausfordern ihren Nachfolgern und Mitarbeitern mit Liebe zu begegnen und dass wir die Mitarbeiter herausfordern ihren Leitern mit Liebe zu begegnen.

Das klingt gut – vielleicht zu gut und etwas weltfremd, oder?

PS: Den Originaltext (in Englisch) kann man hier nachlesen.

“Dienende Führung” + “Servant leadership” = Akomuna.net

Dienstag, den 23. Juni 2009

Am 22. Juni 2009 liefert die google-Suche nach “Dienende Führung”, “Dienende Leiterschaft” und “Dienende Leitung” zusammen webweit genau 700 Ergebnisse! Die google-Suche nach “Führung” hingegen liefert 15.6 Mio Ergebnisse. D.h., nur ca jeder 22.000ste Beitrag der sich mit “Führung” beschäftigt, erwähnt “Dienende Führung”. Vor einem Jahr lieferte die google-Suche nach den Kombinationen “dienende Leiterschaft”, “dienende Führung”, “dienende Unternehmensführung” und “dienende Leitung” übrigens ein ganz ähnliches Ergebnis. Detailinfos hier.
Das Interesse an “dienender Führung” scheint im deutschsprachigen Raum leicht zu steigen. Hoffentlich auch die praktische Umsetzung:-) “Dienende Führung” ist als ein Konzept im Rahmen von Unternehmensführung also immer noch relativ schwach vertreten, aber die Wirtschaftskrise und ihre Folgen wird die Nachfrage nach dienenden Leitern, die anderen dienen, anstatt sich selbst zu bedienen, vermutlich weiter erhöhen.

Im englischsprachigen Raum wird “servant leadership” bei jedem 400. Beitrag zum Thema “leadership” erwähnt. Stand 22.6.09: “leadership”: 145 Mio Einträge, “servant leadership”: 336.000.
All diese Zahlen sagen natürlich nichts über die Qualität der Beiträge oder über die Umsetzung von “dienender Führung” in der Führungspraxis aus.

Um allen an “servant leadership” oder an “dienender Führung” Interessierten eine sprachenübergreifende Kommunikationsplattform zu bieten, werde ich einen bilingualen blog gestartet: www.akomuna.net. “Akomuna” ist Tagalog und heißt “Ich bin der Erste”. Bei akomuna.net geht es darum der Erste zu sein – allerdings nicht wenn es um Macht, Geld oder Ansehen, sondern wenns ums Dienen geht.
Ich freue mich wenn Sie mal vorbeischauen und Ihre Gedanken zum Thema beitragen. Einige der bisherigen Artikel werden Ihnen als leiten-heute-Leser dabei sehr bekannt vorkommen:-)

Wie denken Sie? Hart oder weich?

Freitag, den 19. Juni 2009

Hartes Denken (“hard thinking”) ist wie ein Spotlight. Gekennzeichnet durch scharfsinniges, klares und intensives Denken. Weiches Denken (“Soft thinking”) ist wie ein Flutlicht. Nicht so klar und konzentriert wie ein spotlight, aber dafür viel breiter und weiter.

Beides hat seinen Platz. Hartes wie weiches Denken. (weiterlesen…)

Kre1tiv denken im !llt1g

Mittwoch, den 17. Juni 2009
Ich arbeite gerade an einem Vortrag mit dem Arbeitstitel “Kreativ denken und handeln”.”Kreativität” ist in den letzten Jahren stark im Kommen. 2009 stehen Innovation und Kreativität europaweit im Fokus.
Ziel des Europäischen Jahrs 2009 ist es, Kreativität als Motor für Innovation und als entscheidenden Faktor für die Entwicklung von persönlichen, beruflichen, sozialen und unternehmerischen Kompetenzen herauszustellen.
 
heißt es über das europäische Jahr 2009.
In seinem Buch “A whack on the side of the head” listet Roger von Oech zehn mentale Widerstände, die kreatives Denken verhindern.

(weiterlesen…)

Roter Mohn an der A9

Donnerstag, den 11. Juni 2009

An der A9 von Berlin nach Leipzig blüht der Mohn in voller Pracht. Mal nur Mohn. Mal Mohn mit frischgrünem Gras. Mal Mohn mit frischgrünem Gras und blauleuchtenden Kornblumen. Mal nur Gras und Wiese und dazwischen vereinzelte Mohnblumen. Sieht wunderschön aus und ist ein natürliches Beispiel von win-win Ergänzungen im Pflanzenbereich: Der Mohn kommt noch mehr im Kontrast zum grünen Gras zur Geltung und das Grüne des Grases sieht neben dem rotblühenden Mohn besonders frisch aus. So bringt man sich gegenseitig zur Geltung:-)

Und noch etwas ist mir aufgefallen. (weiterlesen…)

Googlen oder Bingen?

Donnerstag, den 4. Juni 2009

Nicht wirklich wichtig, aber interessiert hat es mich doch. Ich habe heute zum ersten Mal gebingt – statt gegooglet. www.Bing.de ist Microsofts Antwort auf google. “Praktisch, treffsicher, Google-gut”, so das Fazit von Spiegel-online. Natürlich habe ich erst einmal “leiten” und “führen heute” gebingt. Das Ergebnis: Nr 3 bei “leiten”, Nr 1 bei “führen heute”:-)

In der Krise googeln Hessen nach Jesus

Mittwoch, den 3. Juni 2009

Bayern hingegen googeln eher nach “Goldpreis”. Das berichtet Bild online am 3. Juni in einem Artikel unter der Überschrift Deutsche suchen nach Gott und sicheren Geldanlagen.

Führen/Leiten heißt, Menschen da abholen, wo sie sich befinden und sie mitnehmen auf einen gemeinsamen Weg. Wohin werden Menschen geführt, die im Internet nach “Jesus” oder nach sicheren Geldanlagen suchen?

Wohin führen wir Menschen, die auf der Suche nach “Jesus” oder nach sicheren Geldanlagen sind? Vielleicht am besten in beiden Fällen zu Jesus, weil das ist das einzige sichere investment mit Ewigkeitswert (Die Bibel, Matthäus 6, 19-22) ist?