Monatsarchiv für Mai 2009

“leiten-heute” unter Top 10 bei Suche nach “führen heute”!

Freitag, den 29. Mai 2009

Update vom 29. Mai, 22.19:

Der Blog “leiten-heute” ist erstmalig unter den Top 10 (Altavista) bei Suche nach “führen heute”! Bei Suche nach “leiten” ist der Blog weiterhin die Nr 1 bei Yahoo und Altavista und nun die Nr. 4 (gefallen von 3) bei google.

Obwohl ich mir die Top-Platzierungen meines Blogs bei den populären Suchmaschinen google, Altavista und Yahoo nicht so ganz erklären kann, freue ich mich natürlich ordentlich darüber. Der große Vorteil einer Top 10 Platzierung ist, dass die website dann viel eher auch mal zufällig gefunden wird, wenn ein user im Internet nach “leiten” oder “führen heute” sucht.

Also, ein herzliches Dankeschön an alle Besucher und noch ein frohes und Geist-reiches Pfingstwochenende:-)

PS: Nachdem ich jetzt öfter mal das Suchmaschinenranking von “leiten-heute” beobachtet und im Blog darüber berichtet habe, werde ich mich nun erst wieder melden, wenn es eine weitere deutliche Verbesserung gibt. Denn der inhaltliche Gewinn für den Leser ist bei so einem Blogeintrag doch wohl eher gering;-)

Sind wir zu blöd?

Freitag, den 29. Mai 2009

So fragt Lufthansa Exclusive  in dem Artikel zum Thema ”Business usability” (ab S. 31).  “Ein Mensch kann gar nicht zu blöd für ein Produkt sein. Es immer das Produkt, das nicht benutzerfreundlich gestaltet ist.”  lautet die Antwort von Tim Bosenick, Customer-Experience-Experte (= Nutzer-Erfahrungsforscher) und Leiter des größten Beratungsunternehmen im Bereich “business usability”.

Es geht um die Usability (= Nutzbarkeit) von Produkten. Das Problem: Viele Entwickler entwickeln hervorragende Produkte, die keiner – außer dem Entwickler selbst – richtig bedienen kann. Das Ergebnis: verärgerte Kunden, die an sich und an dem Produkt verzweifeln.

Bosenicks Lösung: Produkttests, bei denen unbedarfte Testpersonen künftige Produkte und Bedienungsanleitungen schon mal vorab testen können  – bevor es in die Massenproduktion geht.

Klingt logisch und plausibel, ist aber noch lange nicht selbstverständlich im Produktionsprozess. Viele Unternehmen fragen erst am Ende – wenn das Produkt schon lange fertig ist – wie es eigentlich mit der usability aussieht. Der richtige Weg hingegen wäre “Machen- Feedback einholen – Machen – Feedback einholen”.

Sollte eigentlich klar sein, aber oft  ist es beim Führen und Leiten ja nicht viel anders. Feedback von Mitarbeitern und Kunden wird erst dann eingeholt, wenn es sein muss – d.h. dann, wenn es Probleme gibt – aber nicht als ein selbstverständliches Element im Führungs- und Entwicklungsprozess. Dabei sind wir Leiter doch nicht blöd, oder?

Kurz ma riechen oder Führung unterwegs

Montag, den 25. Mai 2009

Heute in der Mittagspause schnell umgezogen, das MTB aus dem Kofferraum meines Autos  gehievt, rauf aufs bike und ab in die Natur. Und das bei wunderbarem Sonnenschein vor einem strahlend blauen Himmel. Einfach herrlich.
Nach ein paar Metern dann rot blühende Mohnblumen im Getreidefeld. Sehr schön. Und dazu viele verschiedene Düfte von unterschiedlichen Blüten. Erst genieße ich jeden einzelnen Duft, dann werde ich schneller mit meinem mountainbike und die Düfte und Gerüche vermengen sich und gehen schließlich ganz unter im Fahrtwind. Ich gebe jetzt richtig Gas, versuche aber trotzdem immer wieder kurz ma zu riechen und die Düfte zu genießen. Das gelingt aber nicht so richtig, ich bin einfach zu schnell zum Genießen.
Bei der nächsten Steigung werde ich wieder langsamer und habe wieder mehr Zeit die Natur am Wegesrand mit all ihren Blütendüften zu bewundern.
Führung unterwegs heißt immer auch Mut zum Genießen um die individuellen Wohlgerüche der Mitarbeiter wahr zu nehmen und zu bewundern. Das braucht Zeit. Das geht nicht im Vorbeifahren. Das bringt Ermutigung, Freude und Motivation für den Leiter und die Mitarbeiter. Und genau das braucht es um gemeinsam zügig voranzukommen:-)

Menschen führen statt Machinen steuern

Dienstag, den 19. Mai 2009

Der 2005 verstorbene Management-Guru Peter Drucker schreibt in “The Daily Drucker” zum heutigen 19. Mai:

Betrachte Menschen als ein Potential, das entwickelt werden muss. Unternimm regelmäßig Schritte, um deine Mitarbeiter und dich selbst mit den besten Ideen auseinanderzusetzen und kümmere dich darum, dass deine Mitarbeiter auch das Training erhalten, um diese Ideen in ihrem Bereich umzusetzen.

Das klassische  Managementparadigma des Mitarbeiters als ein kleines Rädchen in einer großen Maschine hat kein Interesse an der Weiterentwicklung des Rädchens. Es muss einfach nur funktionieren. Möglichst problemlos - am besteb wie geschmiert – und soll möglichst lange halten, ohne allzu große Verschleißerscheinungen. Falls es dann doch mal kaputt geht, dann wird es ausgetauscht gegen ein neues. Das alte Rädchen hat dann nur noch Schrottwert.

Ein Rädchen in einer Maschine kann man nicht so richtig weiterentwickeln, weil es nach einer Veränderung überall anecken würde und die eingeschliffenen Abläufe stören würde. Es würde Sand im Getriebe der Maschine bedeuten und letztlich die Maschine lahmlegen. Einmal ein Rädchen, immer ein Rädchen, solange wie die Machine läuft.

Managementmodelle wie sie Drucker fordert, die das Wachstum und die Weiterentwicklung der Mitarbeiter als wesentliches Element berücksichtigen, orientieren sich oft an Abläufen in der Natur, in der Tierwelt oder  im menschlichen Körper.

Ein Modell, das besonders das Wachstum der Mitarbeiter in den Vordergrund stellt, ist das Gartenmodell, bei dem der Leiter oder Führer sich als Gärtner versteht, der das Wachstum und das Fruchtbringen der verschiedenen Pflanzen ermöglicht und fördert. Leiten und führen heißt hier vor allem fördern und unterstützen statt steuern und kontrollieren.

In solch einem Modell ist Kreativität und Wachstum nicht nur möglich, sondern unbedingt notwendig, da ohne Wachstum des Einzelnen auf Dauer kein blühendes Unternehmen denkbar ist.

Frage: Wo sehe ich bei meinen Kollegen und Mitarbeiter Wachstumspotential, das ich durch mein Denken, Reden und Handeln fördern kann?

PS: Update google-ranking von gestern Abend

  1. Suche nach “leiten heute”: Platz 1
  2. Suche nach “leiten”: Platz 3
  3. Suche nach “führen heute”: Platz 213
  4. Suche nach “führen”: > 750

Statt billig verkauft: Wertvolles verschenkt!

Montag, den 18. Mai 2009

Jean-Claude Biver ist einer der erfolgreichsten Manager der Schweiz. Nachzulesen im ZEIT-Magazin Nr 21 vom 14.05.2009. Biver verkauft Uhren, und er macht Käse. Beides sehr erfolgreich. Seine Uhren verkauft er. Seinen Käse verschenkt er – 6000 Kilo im letzten Jahr -, weil der Käsemarkt zur Zeit am Boden ist. Dabei produziert Biver keinen billigen Käse. Im Gegenteil. Bivers Käse wird von erstklassigen Restaurants in den höchsten Tönen gelobt. Bivers langfristige Marketingstrategie dabei:

Wenn mir irgendwann mal 20 Euro pro Kilo geboten werden, fange ich an, ihn zu verkaufen.

Biver verschenkt lieber das Wertvolle, als dass er es billig macht und unter Wert verkauft.

Das erinnert mich an das Wertvollste überhaupt, das es auch nur geschenkt gibt, weil niemand den angemessenen Preis dafür bezahlen kann: Das ewige Leben. Ewiges Leben gibt es nur bei Gott und gibt es nur geschenkt. Das kann kein Mensch jemals bezahlen, weder in der Krise noch im Aufschwung – anders als bei Bivers Käse. Nur einer konnte den Preis für das ewige Leben bezahlen. Gottes Sohn. Er hat schon mit seinem Leben am Kreuz dafür bezahlt. Seitdem gibt es ewiges Leben nur noch geschenkt. Aber nicht umsonst. Es kostet einen persönlichen Preis, den jeder bezahlen kann: das eigene egozentrische Leben. Dafür gibt es dann ewiges christozentrisches Leben. Das Beste was einem Menschen passieren kann – in guten wie in schlechten Zeiten.

Geniale Idee: Gutes tun bringt Punkte!

Donnerstag, den 14. Mai 2009

Die Idee: Studenten tun etwas für die Gesellschaft Sinnvolles und können das Engagement anschließend als Studienleistung anrechnen lassen. Die ZEIT vom 14. Mai berichtet darüber unter dem Titel “Gutes tun bringt Punkte – Service Learning ist eine geniale Idee”.  Die Idee ist einfach und genial:

Die Universitäten wollen den Studierenden künftig wieder mehr Raum für Sinnfindung geben. Das funktioniert, indem sie sozusagen als Zugeständnis an die neue Zeit das Ehrenamt in die Stundenpläne integrieren und dafür Leistungspunkte verteilen.

Erste Erfahrungen damit zeigen, dass die Studierenden dabei sehr erfolgreich und eigenverantwortlich arbeiten, zusätzliche Schlüsselqualifikationen erwerben und fachlich mehr lernen als in einem üblichen  Studium.

Ich finde das ist eine gute Idee, um jungen Menschen soziales Handeln und gesellschaftliche Verantwortung nahe zu bringen und ihr Wachstum in Richtung “Miteinander und Füreinander arbeiten” statt “Gegeneinander kämpfen” zu fördern.

Die besondere Chance für Christen dabei: Als Studenten können sie sich so im Rahmen ihres Studiums verantwortlich in die Gesellschaft einbringen, oder als christliche Gemeinde können sie überlegen, geeignete “Service Learning” Möglichkeiten im Umfeld der Gemeinde anzubieten. Gutes zu tun gibt es stets genug:-)

Wachsen ja, aber wohin?

Mittwoch, den 13. Mai 2009

Das BIP (= Bruttoinlandsprodukt) ist das Maß aller Dinge, wenn es um das Messen des Wirtschaftswachstum eines Landes geht. Falsch, sagen nun immer mehr Wirtschaftswissenschaftler, die  schon länger auf der Suche nach alternativen Messzahlen für die Ökonomie eines Landes sind. Wie wäre es mal die Ökologie, das Soziale oder das persönliche Glück der Menschen als Wachstumskriterium heranzuziehen?

Im ZEIT-Artikel ”Besser wachsen” vom 23. April 2009 schreibt Thomas Fischermann zum Sinn bzw. Unsinn des BIP:

Kindererziehung und Krankenpflege daheim? Sie steigern das BIP kein bisschen. Umweltschäden, die keiner mehr beseitigen kann? Sie senken das BIP keineswegs …. Zunehmender sozialer Unfrieden und Kriminalität? Keine Auswirkung. Halt, doch! Wenn ein Hooligan eine Scheibe einwirft, muss der Glaser kommen. Dann steigt das BIP sogar.

Wohin wollen wir aber wachsen, wenn nicht hin zu immer mehr Wohlstand?Wie könnte ein biblisch empfehlenswerter Maßstab für gesellschaftliches Wachstum aussehen?

TWR Präsident hat schon über 400 Nachfolger

Dienstag, den 12. Mai 2009

Heute um 12.05 waren es genau 444! So viele “follower” folgen Lauren Libby, dem Präsidenten von Trans World Radio (TWR) – mit  Radiosendungen in mehr als 225 Sprachen das weltweit größte Radionetzwerk! – auf twitter. Mehr Infos, inklusive Foto von Lauren, gibt es bei Judy.

Wünsche weiterhin frohes Twittern, Bloggen und Arbeiten:-)

Die 10 Gebote für Leiter von heute

Dienstag, den 12. Mai 2009

Was haben die 10 Gebote aus der Bibel Leitern zu sagen? Das habe ich mich heute Morgen beim Bibellesen gefragt. Hier meine Gedanken dazu:

  1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Es gibt nur einen Gott im Leben eines Leiters. Und das ist der allmächtige Gott und Vater, der Himmel und Erde geschaffen hat. Kein Geld, kein Ansehen, kein Unternehmen, kein Projekt ist auch nur annähernd so bedeutend wie er. Es gibt nichts Größeres und Wichtigeres im Leben eines biblischen Leiters als Gott.
  2. Du sollst dir kein Bildnis machen von Gott. Gott ist niemals von Menschen ganz zu erfassen. Weder in Bildern noch in Worten oder Gedanken. Gott ist größer als alles, was ein Mensch zu denken vermag. Es kommt nicht darauf an, Gott zu begreifen oder zu verstehen, sondern ihm zu vertrauen und ihn zu lieben. Gott ist kein totes Monument oder starres Gedankengebilde in den Köpfen der Menschen, sondern er lebt und ist erlebbar. Biblische Leiter leben in einer lebendigen Beziehung mit Gott.
  3. Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen. Gottes Name ist heilig. Nutze deine Beziehung zu ihm niemals aus, um anderen mit „Gott“ zu kommen. Dich auf deine guten Beziehungen zu ihm zu berufen oder ihnen mit „Gott“ zu drohen. Biblische Leiter berufen sich nicht auf ihre Beziehung zu Gott, sondern auf Gottes Wort.
  4. Du sollst den Sabbat heiligen. Gott hat geruht und er schenkt auch uns das Privileg auszuruhen. Arbeit ist wichtig, aber sie ist nicht alles im Leben. Biblische Leiter trauen Gott mehr als sich selbst und ruhen einen Tag von der Arbeit aus, selbst dann, wenn es viel zu tun gibt. Und sie achten darauf, dass auch ihre Mitarbeiter einen freien Tag in der Woche haben.
  5. Du sollst Vater und Mutter ehren. Bedenke, respektiere und ehre deine Herkunft. Unabhängig davon, ob du sie liebenswert findest oder nicht. Gott hat dich in diese Familie gestellt und ohne deine Eltern würde es dich nicht geben. Biblische Leiter vergessen niemals ihre Herkunft. Haben sie sich „hoch gearbeitet“, dann vergessen sie niemals, was es heißt, „unten“ zu sein. Wurden sie in ihre Position „hineingeboren“, so vergessen sie niemals, dass sie damit einen unverdienten Startvorteil haben gegenüber ihren Mitarbeitern.
  6. Du sollst nicht töten. Gott will das Leben. Der Tod kam mit dem Ungehorsam der ersten Menschen in die Welt. Gott will nicht, dass Menschen einander umbringen. Wenn überhaupt, dann ist Töten Gottes Sache – nicht Menschensache. Jesus Christus sagt, dass „Töten“ schon im Herzen beginnt. Biblische Leiter fördern das Leben der Mitarbeiter, statt durch Gedanken, Worte und Taten den Mitarbeitern das Leben zur Hölle zu machen.
  7. Du sollst nicht ehebrechen. Die Ehe ist von Gott als etwas Einmaliges gedacht. Zwei Menschen werden eins. Ehebruch fängt nicht erst bei der Tat, sondern schon im Kopf an. So sagt es Jesus Christus. Biblische Leiter brechen nicht die eigene Ehe und brechen auch nicht in die Ehen der Mitarbeiter ein. Weder in Taten, noch in Worten oder Gedanken.
  8. Du sollst nicht stehlen. Du sollst den Besitz und das Eigentum anderer respektieren. Biblische Leiter respektieren den Besitz und das Eigentum der anderen. Sie verschaffen sich auch keinen Vorteil durch den Diebstahl von geistigem Eigentum – weder von Wettbewerbern noch von Mitarbeitern.
  9. Du sollst nicht falsch über deinen Mitmenschen reden. Wahrheit und Wahrhaftigkeit sind gefragt. Rede die Wahrheit – oder sage lieber nichts. Biblische Leiter reden die Wahrheit – auch über unangenehme Mitarbeiter oder Konkurrenten.
  10. Du sollst nicht begehren, was dein Nächster hat. Sei dankbar für das, was du hast. Vergleiche nicht, wenn es bei dir Begehrlichkeiten weckt. Biblische Leiter lenken ihren Blick – und den ihrer Mitarbeiter – auf das, wofür man dankbar sein kann. Sie fördern keine Begehrlichkeiten, sondern Dankbarkeit.

Bibellesen fördert Bildung fördert wirtschaftlichen Erfolg

Mittwoch, den 6. Mai 2009

“Bildet euch!” so die Überschrift eines ZEIT-Interviews mit Bildungsökonom und Professor für Volkswirtschaftslehre Ludger Wößmann. Seine aufsehenerregenden Studien zeigen, dass protestantische Gegenden Ende des 19. Jahrhunderts vor allem deshalb wirtschaftlich erfolgreicher als katholische Gegenden waren, weil die Protestanten gebildeter waren – und nicht wegen einer speziell protestantischen (Leistungs-)Ethik (wie von Max Weber behauptet).

Wößmann beruft sich dabei auf bisher kaum ausgewertete Daten aus dieser Zeit, die diesen Zusammenhang nahelegen. Eine große Rolle spielt dabei Martin Luther, der nicht nur die Bibel ins Deutsche übersetzt hat, sondern in seinen Predigten auch den Bau von Schulen gefordert hat und die Eltern ermutigt hat, ihren Kindern lesen beizubringen.

Summa summarum: Bibellesen fördert wirtschaftlichen Erfolg. Weniger wegen der ethischen Konsequenzen biblischen Handelns, als vielmehr wegen dem Bildungsvorteil der Bibelleser. So war es im 19. Jahrhundert.

Aber auch heute ist Bildung noch/wieder einer der wichtigsten Faktoren für wirtschaftlichen Erfolg. Deshalb: Wie wäre es mal wieder mit Bibellesen?