Monatsarchiv für April 2009

Grün ist die Farbe des Hoffens – und des Wachsens

Mittwoch, den 29. April 2009

Titelbild LH Exclusive Mai 2009Ein Bild in der aktuellen Ausgabe von „Lufthansa Exclusive“, dem selbsternannten “Hoffnungsheft”: Ein kleiner Junge und ein Basketballkorb. Der Junge in Sportsachen mit einem Basketball unter dem Arm. Allein auf dem Basketballfeld. Den Blick fixiert auf den Basketballkorb in scheinbar unerreichbarer Höhe.

Dazu der Text: “Hoffnung. Der Korb. So hoch. So weit. … Los, spring, und lach alle aus, die von Krise reden. Vom Sturz an der Börse. Du hast zwei gesunde Beine. Das ist Glück. Lass sie jammern. Und viel Spaß beim Wachsen.”

In der Losung von heute heißt es dazu passend: “Dass aber ein Mensch essen und trinken kann und sich gütlich tun bei all seiner Mühsal, auch das ist eine Gabe Gottes.” (Die Bibel- das Hoffnungsbuch, Prediger 3, 13).

Die Krise ist auch eine Chance zum Dankbarsein und zum Wachsen. Vielleicht nicht zum Weiterwachsen auf der Karriereleiter, aber immer zum persönlichen Wachstum – hin zu Gott und zu den Menschen. Diese Chance hat Gott sei Dank jeder – auch als ein Opfer der Krise.

Was sagt der Baum dazu?

Mittwoch, den 22. April 2009

Der Baum sagt:
Du stehst auf deinen Wurzeln,
stehe wahrhaft auf ihnen.
Sie tragen dich,
nicht die Herrlichkeit deiner Blätter
und nicht die Blüten des Glücks.
Sogar die Frucht,
auf die alle gewartet haben,
die lustig aussieht,
sie trägt dich nicht.
Du wirst getragen von dem,
was verborgen ist.

Aus Ulrich Schaffer: Verwurzelt wie ein Baum

Passend dazu aus meiner Bibellese heute Morgen aus Psalm 92, 13 ff:
Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon. Die gepflanzt sind im Hause des HERRN, werden in den Vorhöfen unsres Gottes grünen. Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein, dass sie verkündigen, wie der HERR es recht macht.

Entscheidend ist stets das Fundament und der Boden auf dem wir stehen. Deshalb der Tipp aus der Bibel: Wer wachsen und Frucht bringen will, findet in Gott die beste Grundlage dazu.

Kein Ostern ohne Karfreitag – gerade in der Krise!

Freitag, den 17. April 2009

Wichtige Anmerkung für kritische Leser: Dieser Beitrag ist eine exakte Wiederholung meines Osterbeitrags von 2008. Der einzige Unterschied: das “gerade in der Krise” in der Überschrift. Ansonsten erscheint mir der Beitrag heute in der Krise noch aktueller als vor einem Jahr. Und die Wahrheit der Botschaft von Ostern und Karfreitag ist Gott sei Dank sowieso ewig gültig.

Heute wird Ostern gefeiert. Wir feiern Jesu Auferstehung. Er hat den Tod besiegt. Er lebt!
Karfreitag wurde nicht gefeiert. Karfreitag wurde „begangen“. Karfreitag steht für Jesu Tod am Kreuz auf Golgatha. Karfreitag steht für Schmerzen, Verachtung, Erniedrigung, Leiden, Verlassenheit, und zerplatzte Träume. All das, was wir Menschen gerne vermeiden möchte.
Wäre Ostern eigentlich nicht auch ohne Karfreitag möglich gewesen? Nur das Feiern, ohne das Leiden? Auferstehung, neues Leben und neue Hoffnung ohne Leiden und Sterben? Gott meint nein, sonst hätte sein Sohn nicht so grausam am Kreuz sterben müssen.

Das Geschehen von Karfreitag und Ostern ist ein unvergleichliches einmaliges Geschehen, das die Welt grundlegend verändert hat. Jesus Christus hat sich kreuzigen lassen, damit Menschen wie Du und ich wahres Leben in der Beziehung mit Gott finden können. Diese unglaubliche Geschichte feiern Christen auf der ganzen Welt jedes Jahr aufs Neue zu Ostern.

Auch im Leben eines Leiters gibt es „Ostererfahrungen“ und „Karfreitagserfahrungen“. Den Wunsch nach einem neuen Anfang – wie zu Ostern -, frei von Altlasten und ohne zuvor offene Rechnungen zu begleichen –wie zu Karfreitag -, ist bei Leitern heute weit verbreitet. Jeder Leiter wünscht sich Ostern zu feiern ohne zuvor den Karfreitag mit all der Auseinandersetzung, dem Leiden und den Schmerzen erleben zu müssen. Der Karfreitag ist der Punkt, wo alte Schuld beim Namen genannt und aus der Welt geräumt wird, bevor ein neuer Anfang gemacht wird. Das erfordert stets außergewöhnlich viel Mut, Konfliktfähigkeit und Vergebungsbereitschaft.

Zu Ostern macht Gott Leitern Mut, „Karfreitagserfahrungen“ nicht zu verdrängen, sondern bewusst zu begehen. Denn ohne Karfreitagserfahrung gibt’s zu Ostern nichts zu feiern. Jesus hat vorgelebt hat, dass eine Karfreitagserfahrung nicht nur den Endpunkt eines alten Weges beschreibt, sondern vielmehr den Anfang eines neuen besseren Weges kennzeichnet – wenn auch anfänglich oft unerkannt. Wenn dieser neue Weg dann als der bessere erkannt wird, dann gilt es diese Ostererfahrungen auch zu feiern. Es zeigt sich dann, dass sich die Karfreitagserfahrung gelohnt hat. In diesem Sinne Frohe Ostern und noch viele Ostererfahrungen auch nach Ostern!

PS: Dass dieser Beitrag erst heute und nach Ostern erscheint liegt daran, dass ich im Urlaub und dabei zeitweise ohne Internetzugang war:-)

Wie man der SABTA-Infektion vorbeugen kann

Donnerstag, den 9. April 2009

Sicheres Auftreten bei totaler Ahnungslosigkeit. Die Anfangsbuchstaben zusammengesetzt ergeben SABTA. Und nach Johannes Warth ist das ein sehr gefährlicher Virus, der sich rasend schnell unter Führungskräften besonders in Krisensituationen ausbreitet.
Wie kann man sich gegen eine SABTA-Virus Infektion schützen? Durch Vorbereitet-sein. Vorbereitet-sein kommt vor dem Bereit-sein.  Ein Indikator für eine erfolgte SABTA-Infektion ist ständiges Bereit-sein ohne Vorbereitet- sein. Als Führungskraft lernt man früh, stets bereit zu sein, zu führen und eine Richtung vorzugeben. In guten wie in schlechten Zeiten. Je sicherer man dabei auftritt, desto überzeugender die Führung und desto williger folgen Menschen – oft unabhängig davon, wie gut die Führung tatsächlich ist. Zumindest solange noch ein gewisses Maß an Vertrauen in die Führung vorhanden ist.

Über die Qualität der Führung sagt das jedoch nichts aus. Gute Führung zeichnet sich durch eine gute Vorbereitung aus. Gerade in schwierigen Zeiten. Wie kann ich mich als Führungskraft auf unvorhersehbare Herausforderungen am besten vorbereiten? Indem ich mich 1. bestmöglich auf die schon vorhersehbaren Herausforderungen vorbereite (Schulungen, Weiterbildung, Kooperationen, etc.) und indem ich  2. ständig im Gespräch bin mit dem, für den das Unvorhersehbare keine Überraschung ist: mit Gott. Beispiele für solch eine Haltung findet man z.B. schon bei Nehemia, der dadurch als Mundschenk vorbereitet auf die unerwartete Frage des Königs reagiert und so sein Herzensanliegen erfolgreich umsetzen kann, den Wiederaufbau der Stadtmauer Jerusalems. (Nachzulesen in der Bibel im Buch Nehemia.)

Einer lügt hier doch, oder?

Mittwoch, den 1. April 2009

“BMW wird die eigenen Ziele verfehlen” titelt Welt kompakt am 19. März. Am gleichen Tag titelt The Wall Street Journal “BMW keeps 2012 target” (BMW hält am Ziel für 2012 fest). Liest man beide Artikel stellt man fest, dass der Inhalt nahezu identisch ist. Gleicher Inhalt, gegensätzliche Aussagen. Ergo: Einer lügt doch hier, oder?

Nein, beide Schlagzeilen basieren auf Interviews mit dem BMW-Konzernchef Norbert Reithofer belegen. Zum einen wird Reithofer zitiert mit den Worten:  “Das  Fernziel, bis 2012 auf einen Absatz von 1,8 Mio Automobilen zu kommen, ist nicht mehr zu schaffen.” (Welt kompakt). Zum anderen heißt es in The Wall Street Journal, dass BMW an seinem Profitabilitätsziel für 2012 festhält (“BMW … stuck to its profitability target for 2012″).

Ergo: 1. Je nach Perspektive kann der gleiche Inhalt völlig entgegengesetzt dargestellt werden – auch ohne dass einer dabei lügt. Die Grenze zwischen einer anderen Perspektive und bewusster Irreführung ist dabei jedoch fließend.

2. Um sich ein qualifiziertes eigenes Urteil bilden zu können, reichen die  Schlagzeilen leider oft nicht aus. Es braucht den Blick dahinter und das Vertrauen in die Quelle.

3. Auch wenn es mir schlecht geht, gibt es immer einen, dem es so richtig gut ginge, wenn es ihm so schlecht ginge wir mir. Das trifft nicht nur auf BMW, sondern auch auf uns Menschen zu:-)