Wichtige Anmerkung für kritische Leser: Dieser Beitrag ist eine exakte Wiederholung meines Osterbeitrags von 2008. Der einzige Unterschied: das “gerade in der Krise” in der Überschrift. Ansonsten erscheint mir der Beitrag heute in der Krise noch aktueller als vor einem Jahr. Und die Wahrheit der Botschaft von Ostern und Karfreitag ist Gott sei Dank sowieso ewig gültig.
Heute wird Ostern gefeiert. Wir feiern Jesu Auferstehung. Er hat den Tod besiegt. Er lebt!
Karfreitag wurde nicht gefeiert. Karfreitag wurde „begangen“. Karfreitag steht für Jesu Tod am Kreuz auf Golgatha. Karfreitag steht für Schmerzen, Verachtung, Erniedrigung, Leiden, Verlassenheit, und zerplatzte Träume. All das, was wir Menschen gerne vermeiden möchte.
Wäre Ostern eigentlich nicht auch ohne Karfreitag möglich gewesen? Nur das Feiern, ohne das Leiden? Auferstehung, neues Leben und neue Hoffnung ohne Leiden und Sterben? Gott meint nein, sonst hätte sein Sohn nicht so grausam am Kreuz sterben müssen.
Das Geschehen von Karfreitag und Ostern ist ein unvergleichliches einmaliges Geschehen, das die Welt grundlegend verändert hat. Jesus Christus hat sich kreuzigen lassen, damit Menschen wie Du und ich wahres Leben in der Beziehung mit Gott finden können. Diese unglaubliche Geschichte feiern Christen auf der ganzen Welt jedes Jahr aufs Neue zu Ostern.
Auch im Leben eines Leiters gibt es „Ostererfahrungen“ und „Karfreitagserfahrungen“. Den Wunsch nach einem neuen Anfang – wie zu Ostern -, frei von Altlasten und ohne zuvor offene Rechnungen zu begleichen –wie zu Karfreitag -, ist bei Leitern heute weit verbreitet. Jeder Leiter wünscht sich Ostern zu feiern ohne zuvor den Karfreitag mit all der Auseinandersetzung, dem Leiden und den Schmerzen erleben zu müssen. Der Karfreitag ist der Punkt, wo alte Schuld beim Namen genannt und aus der Welt geräumt wird, bevor ein neuer Anfang gemacht wird. Das erfordert stets außergewöhnlich viel Mut, Konfliktfähigkeit und Vergebungsbereitschaft.
Zu Ostern macht Gott Leitern Mut, „Karfreitagserfahrungen“ nicht zu verdrängen, sondern bewusst zu begehen. Denn ohne Karfreitagserfahrung gibt’s zu Ostern nichts zu feiern. Jesus hat vorgelebt hat, dass eine Karfreitagserfahrung nicht nur den Endpunkt eines alten Weges beschreibt, sondern vielmehr den Anfang eines neuen besseren Weges kennzeichnet – wenn auch anfänglich oft unerkannt. Wenn dieser neue Weg dann als der bessere erkannt wird, dann gilt es diese Ostererfahrungen auch zu feiern. Es zeigt sich dann, dass sich die Karfreitagserfahrung gelohnt hat. In diesem Sinne Frohe Ostern und noch viele Ostererfahrungen auch nach Ostern!
PS: Dass dieser Beitrag erst heute und nach Ostern erscheint liegt daran, dass ich im Urlaub und dabei zeitweise ohne Internetzugang war:-)