Begrenzungen begegnen – im Urlaub und im Alltag

Ich fahre sehr gerne Ski. Auf der Piste und neuerdings auch neben der präparierten Piste. Dazu hat mich mein Bruder gebracht mit dem ich zurzeit Skiurlaub im Montafon genieße. Ich mit Alpinski, er mit dem snowboard. Als echter snowboarder, der sich neben der Piste viel wohler als auf der Piste fühlt, hat mein Bruder mich unaufdringlich dazu herausgefordert, mit ihm den unpräparierten Pistenteil auszuprobieren. Meine ersten intensiveren Erfahrungen neben den sehr gut präparierten breiten Piste führten dann dazu, dass ich mich plötzlich viel mehr ungewohnten Begrenzungen in Form von Felsen, engen Schluchten, Bäumen und ausgefahrenen Buckeln gegenüber sah. Um mich davon nicht allzusehr abschrecken zu lassen, musste ich mich immer wieder mal bewusst auf die stets reichlich verbliebenen Möglichkeiten konzentrieren, um trotz der Begrenzungen gut den Berg herunter zu kommen. Außer ein paar leichten Stürzen und einer intensiven Skistocksuche gab es bei den zahlreichen Abfahrten mit den ungewohnten neuen Begrenzungen viel Spaß und viele neue Lernerfahrungen für mich.
Eine davon war, dass ich tatsächlich besser fahre, wenn ich mich nicht so sehr auf die Begrenzungen konzentriere als auf die Möglichkeiten im Rahmen der Begrenzungen gesund und munter und erfolgreich den Weg zu bewältigen.
Im Alltag ist es eigentlich nicht viel anders: Anstatt mich an vorgegebenen Begrenzungen zu stoßen und zu ärgern, will ich lernen mich auf die Nutzung der verbliebenen Möglichkeiten zu konzentrieren – und dabei auch immer wieder mal neue Wege wagen:)

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Eine Reaktion zu “Begrenzungen begegnen – im Urlaub und im Alltag”

  1. Tate90

    Vielen Dank für den Post!
    Ich denke in Deiner Skierfahrung steckt wirklich viel Wahrheit. In nahezu allen Lebensbereichen sehen wir oft nur das, was nicht möglich ist: Ich würde gerne ein neues Auto habe, habe aber zu wenig Geld; Wenn es nicht regnen würde, dann würde ich jetzt draußen joggen gehen; Hätte Gott mir ein anderes Talent gegeben, dann würde ich auch einen Unterschied in dieser Welt machen.

    Wir finden immer Ausreden, warum wir bestimmte Wege nicht gehen, oder bestimmte Schritte nicht wagen. Aber bei Begrenzungen, finde ich, gibt es zwei Möglichkeiten damit umzugehen. Die erste ist, sie zu entfernen, bzw. zu überwinden (falls dies überhaupt möglich ist) Wenn meine Begrenzung zu wenig Geld ist, kann ich zum Beispiel sparen. Die zweite Möglichkeit, die am meisten zutrifft, wäre dann das Beste innerhalb der Begrenzungen zu machen. Und oft ist es erst dann, wenn wir damit anfangen, dass wir erfahren, was für ein Potential doch innerhalb dieser Begrenzungen liegt: Scheinbar unbedeutende Talente, die enorm entfaltet werden; Ansatzpunkte, wodurch sich wiederum ganz neue Chancen bieten; oder beim Skifahren neben der Piste viel Spaß und Lernerfahrung, und vielleicht mit ein bisschen Übung sogar Slalomfahrten um den Bäumen, Sprünge an plötzlichen “Abhängen”, etc.

    Wenn wir unser Alltag mit so kleinen Dingen verändern, wird sich das bereits enorm auszahlen. :)

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