Beziehungen für Erwachsene (Miteinanderpotenzial Teil 2)

26. Juli 2010

Einige  Zitate zur Bedeutung eines erfolgreichen Miteinanders in der Arbeitswelt, die deutlich machen, wie wesentlich – aber auch wie wenig selbstverständlich – gesunde Beziehungen und Kooperationen sind.

1. Aus brandeins, Juli 2010,  “Kooperieren oder verlieren”

2. aus getabstract: “Leadershift”: Reinventing Leadership for the Age of Mass Collaboration by Emmanuel Gobillot, Kogan Page © 2009

3. aus getabstract “High-Performance-Teams”: Die fünf Erfolgsprinzipien für Führung und Zusammenarbeit von Wolfgang Jenewein, Marcus Heidbrink Schäffer-Poeschel © 2008

1. brandeins:

Sind wir nicht alle irgendwie Netzwerker? Kooperiert nicht längst jeder mit jedem? Und kann man das Beziehung nennen – oder doch nur ein schlampiges Verhältnis?

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International in D und im ERF

13. Juli 2010

Zitate aus dem lesenswerten “8. Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland (Juni 2010)”
… und was der ERF tut.
Warnung: Dieser Blog-Beitrag ist sehr umfangreich! Deshalb nur bei echtem Interesse lesen:-)

Warum ist das Thema für Deutschland wichtig?

„Kurz gesagt: die deutsche Bevölkerung wird weniger, älter und vielfältiger.“
„Die erfolgreiche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist für die Bewältigung des demographischen und gesellschaftlichen Wandels zentral. Eine älter werdende Gesellschaft kann es sich nicht leisten, die Potenziale von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund nicht zu nutzen und zu fördern.“ (S. 35)

„Die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft hängt maßgeblich davon ab, ob es ihr gelingt, Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen kulturellen Prägungen und unterschiedlichem sozialen Status zu integrieren, ihnen das Gefühl der Zugehörigkeit zu vermitteln und eine Aufstiegsperspektive zu bieten.“(s. 36)

Um wen geht es dabei? Den ganzen Beitrag lesen »

Mentoring ist ein bisschen wie Duschen

10. Juli 2010

Nach stauverzögerter 9-stündiger Fahrt in den Urlaub bei bis zu 38°C – aber zum Glück mit funktionierender Klimaanlage! – und anschließendem schweißtreibenden Ausladen steht erst einmal Duschen auf dem Programm. Das tut supergut! Erst warm, dann ein bisschen heiß, dann eine Zeitlang auf angenehm warm und mit dem Duschgel einen neuen Duft anlegen:-)
Warmduschen entspannt und sorgt in Kombination mit dem coolen Duschgel für ein entspannendes, absolut wohltuendes, gereinigtes Gefühl mit neuem Wohlgeruch. Danach geht es dann kalt weiter. Erst ein wenig, dann so kalt wie möglich. Das ist hier überraschend kalt und ganz schön gewöhnungsbedürftig. Aber es ist auch supererfrischend und belebt und ist zudem auch noch gesund!  Besonders in der Kombination mit dem Warmduschen. Warm/ kalt,warm/kalt, warm/kalt. Das sogenannte Wechselduschen – was man übrigens immer mit Warmduschen beginnen sollte.
Der Bezug zum Mentoring?
Warmduschen entspricht dem regelmäßigen, entspannenden, wohl tuenden – weil vertrauensvollen – und reinigendem  – und damit von ungesunden Gedanken/Gewohnheiten/Wegen frei machenden – Gespräch.
Kaltduschen entspricht Den ganzen Beitrag lesen »

Mir geht’s unverschämt gut!

6. Juli 2010

Wie unverschämt gut es mir geht wird mir immer mal wieder im Vergleich mit anderen Menschen bewusst:

Wenn man die Weltbevölkerung auf ein 100 Seelen zählendes Dorf reduzieren könnte, wäre dieses Dorf folgendermaßen zusammengesetzt: 57 Asiaten, 21 Europäer, 14 Nord-, Zentral- und Südamerikaner, 8 Afrikaner. Es gäbe 52 Frauen und 48 Männer. 6 Personen besäßen 60% des gesamten Reichtums. 80 Personen lebten in maroden Häusern, 70 wären Analphabeten, 50 würden an Unterernährung leiden.

Wenn wir genug Essen im Kühlschrank, Kleider am Leib, ein Dach über dem Kopf und einen Platz zum Schlafen haben, sind wir reicher als 75% der Menschen dieser Erde.

(zitiert aus OM-Nachrichten Jun/Jul 2010 von Hartmuth Harnisch)

Mehr als ein Grund zum kräftigen Danken – und zum großzügigen Teilen!

Miteinander-Potential (Teil 1)

24. Juni 2010

Edward de Bono gilt als einer der führenden Lehrer für kreatives Denken. Von ihm stammt die 6-Hüte-Methode, die das Potential eines kreativen Miteinanders nutzbar macht und damit einen effektiven Weg zur gemeinsamen Lösung komplexer Probleme aufzeigt.

De Bono:

There is nothing more sad and wasteful than a roomful of intelligent and highly paid people waiting for a chance to attack something the speaker said. With the Six Hats method the fullest use is made of everyone’s intelligence, experience and information. The Six Hats also removes all “ego” from the discussion process.

Die beiden wesentlichen Grundgedanken der 6-Hüte-Methode:

  1. alle Beteiligten betrachten das Problem/Thema zur gleichen Zeit aus der gleichen Richtung/Perspektive
  2. alle Beteiligten betrachten das Problem/Thema aus allen Richtungen

Grundlegende Prinzipien:

  • Eine Farbe: d.h., gemeinsame Konzentration auf eine Sichtweise, wobei jede Sichtweise eine Bereicherung ist es hilft, auch mal andere Sichtweisen zu denken.
  • Keine Macht: d.h., alle Beiträge sind gleich wertvoll; jeder sollte zu jeder Sichtweise etwas beitragen
  • Bunt statt S/W: d.h., ein buntes Spektrum von input aus verschiedenen Perspektiven (positive Aspekte, negative Aspekte, mein subjektives Empfinden, objektive Informationen zum Thema, etc.)

Ergo: Besser miteinander gewinnen als gegeneinander verlieren.

Persönliches Fazit: Funktioniert, macht Spaß und verbindet:-)

Tipp: Selbst ausprobieren!

PS: Hier ein aktuelles Interview mit DeBono  “Brainstormings sind überholt”

Warum wir gewinnen

15. Juni 2010

Fußball WM 2010 in Südafrika. Es ist Sonntagabend, der 13. Juni. Deutschland gewinnt gegen Australien 4:0. Und wie! Super gespielt, nicht nur was für den Kopf, sondern auch fürs Auge und fürs Gefühl Wow! Damit hatten nur wenige gerechnet. Ich gehöre nicht dazu. Und damit war ich wohl nicht alleine.

Die “Welt Kompakt” vom 15. Juni titelt “Deutschland staunt über seine Elf”. Wie konnte das “passieren”, dass Deutschland so attraktiven und erfolgreichen Fußball spielt?

Die Welt-Analyse, warum wir gewinnen:

Frech, mutig, multikulturell – und vor allem ohne einen Leithammel, der normalerweise zur deutschen Nationalelf gehört wie der Senf zur Bratwurst.

Ob das nicht auch ein innovatives Rezept für erfolgreiche und attraktive Teamarbeit der Zukunft sein könnte?

Bitte…zähme mich!

9. Juni 2010

“Ich möchte wohl”, antwortete der kleine Prinz, “aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge kennenlernen.”

“Man kennt nur die Dinge, die man zähmt” sagte der Fuchs. “Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!”

“Was muss ich da tun?” sagte der kleine Prinz. “Du musst sehr geduldig sein”, antwortete der Fuchs. “Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras. Ich werde dich so verstohlen, aus dem Augenwinkel anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse. Aber jeden Tag wirst du dich ein bisschen näher setzen können…”

(aus: Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupery, S. 50/51)

Beziehung braucht Zeit. Zeit zum Zähmen und zum Wachsen. Gemeinsame Zeit, ohne viele Worte. Zeit zum zusammen-wachsen. Kann man das schöner beschreiben als der Fuchs und der kleine Prinz?

Erst wunderbar gewachsen dann tödlich gefallen

3. Juni 2010

Und es begab sich im elften Jahr am ersten Tag des dritten Monats, da geschah des HERRN Wort zu mir:

2 »Menschenkind, sag zum Pharao, dem König von Ägypten, und zu seinem Volk: `Mit wem ließ sich deine Größe vergleichen?
3 Ja, du warst wie eine Zeder auf dem Libanon, mit starken Ästen, die kühlen Schatten spenden, hoch gewachsen, sodass ihr Wipfel bis in den Himmel reicht.
4 Das Wasser ließ sie groß werden und sie wurde von der unterirdischen Flut in die Höhe getrieben. Diese strömte rings um ihre Wurzeln herum, während sie nur als Rinnsal zu den anderen Bäumen auf dem Feld floss.
5 Darum war die Zeder größer als alle anderen Bäume auf dem Feld. Sie trieb viele Zweige und lange Äste aus, denn sie hatte genügend Wasser, um sich auszubreiten.
6 In ihren Zweigen nisteten Vögel, in ihrem Schatten gebaren wilde Tiere ihre Jungen. Alle großen Völker der Welt lebten in ihrem Schatten.
7 Sie war schön mit ihrem hohen Wuchs und ihren langen Ästen, denn ihre Wurzeln lagen an großen Wasservorräten.
8 Keine andere Zeder im Garten Gottes war mit ihr zu vergleichen. Keine Zypresse besaß ihre Zweige, keine Platane hatte Äste wie sie. Kein Baum im Garten Gottes war so schön.
9 Ich hatte sie mit ihren vielen Zweigen so herrlich gemacht, dass alle anderen Bäume von Eden, dem Garten Gottes, neidisch auf sie waren. Den ganzen Beitrag lesen »

Kurzfristig langfristige Beziehungen aufbauen

31. Mai 2010

…geht nicht.

Kurzfristig kann ich nur kurzfristige Beziehungen aufbauen.

Langfristige Beziehungen können nur langfristig aufgebaut werden.

Kurzfristig können langfristige Beziehungen nur abgebaut werden.

Beziehungen brauchen Zeit zum Wachsen.

Da gibt es keine Abkürzung.

Leider – oder Gott sei Dank?

Zeit zu beten

7. Mai 2010

So lautet der Titel eines Wirtschaftsbeitrags in der aktuellen Ausgabe der “Zeit” vom 6. Mai, in dem es um die Ansteckungsgefahr in der Finanzmarktkrise geht. Erst Griechenland, nun vielleicht auch Portugal und dann…
Zeit zu beten soll heißen, es gibt zwar gute Gründe warum Portugal nicht den Weg von Griechenland in die Beinahe-Staatspleite gehen wird, aber es gibt auch nicht wenige Anzeichen dafür, dass es eben doch so kommen könnte. Also, das einzige, was der normale Bürger tun kann, ist beten.
Dabei ist beten gar nicht wenig, auch wenn es sich vielleicht so anhört. Wer betet, wendet sich damit persönlich an den Herrn der Herren, dem keine Krise zu groß und kein Anliegen zu klein ist, als dass er sich nicht mit Macht und Liebe darum kümmern würde.
Aber wofür soll man beten? Zum Beispiel dafür, dass Menschen in Griechenland sich auf die Suche nach ewig-gültigen und ewig-guten Werten machen, so wie es Theodore Kalogeropoulos, der Leiter der ERF/TWR Radioarbeit in Griechenland in dem Interview mit dem ERF beschreibt. Den ganzen Beitrag lesen »