Statt Durchdrehen – Gang hochschalten!

29. April 2012

War mal wieder im Training für meinen 1. Crosstriathlon, den Kallemann am 13. Mai in Braunfels. Die Radstrecke ist hier wohl die größte Herausforderung. Der schwierigste Teil dabei sind die letzten Meter des langen Anstiegs (gut erkennbar im Höhenprofil).

Ich war schon im kleinsten Gang meines Mountainbikes. Die Strecke im Wald war schlüpfrig. Die Beine zeigten erste Ermüdungserscheinungen, das Atmen wurde zunehmend anstrengender. Ich trat trotzdem kräftig in die Pedalen. Das Hinterrad drehte fast durch, aber ich kam kaum von der Stelle. Jetzt schnell entscheiden, damit ich mich vor dem Abstieg noch von den Klickpedalen frei machen kann – denn sonst falle ich einfach mit Rad um, ohne mich Abstützen zu können. Dann die Idee – schnell einen Gang hoch schalten – dann wird das Treten zwar schwerer, aber das Hinterrad dreht dann vielleicht nicht mehr durch. Yes! Es klappt – die Beine schmerzen, aber es geht langsam aufwärts. Und weiter und weiter und…. Ich schaffe es tatsächlich! Zum ersten Mal ohne abzusteigen!

Lerne dabei: Bevor ich durchdrehe, weil ich mich in einer Sache verbohre, kühlen Kopf bewahren, einen Gang hoch schalten und langsam, aber sicher den schwierigen Abschnitt überwinden.

Übrigens: der ERF schaltet jetzt bei seinem web-Auftritt auch einen Gang hoch. In dem Zusammenhang fällt die Blog-Kategorie weg. Ich mach trotzdem munter mit dem Bloggen weiter – aktuell mit dem Fokus auf meinen anstehenden Triathlon für Afrika – und dann auch bei dem neuen Blog (ab 2. Mai) auf ERF International

Danke für alle lesende und kommentierende Begleiten! Ich wünsche frohes und gesegnetes Leiten heute und morgen!

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Belohnung für kostenloses Kopieren!

20. April 2012

Am 21. Juli 2012 startet der weltgrößte Sprinttriathlon in Hamburg. Ich bin einer der 4250 gemeldeten Teilnehmer. Mein Ziel: möglichst schnell die 500 m Schwimmen, 22 km Radfahren und 5 km Laufen zu absolvieren, denn für jede Minute unter der Maximalzeit unterstützen mich Freunde & Bekannte mit Geld für wichtige Projekte in Afrika. Mehr dazu unter “Mein Triathlon für Afrika“.

Mein Angebot fürs Kopieren dieser Idee:

Jeder, der in 2012 selbst einen Sprinttriathlon macht – muss nicht in Hamburg sein – und der dabei mit der gleichen Idee Unterstützung für diese Projekte in Afrika erkämpft, erhält von mir 1 € pro Minute unter der Maximalzeit.

Na wie wär’s? Das hilft nicht nur den Menschen in Afrika, sondern auch dir – dein Körper wird es dir danken:)

Bei Interesse bitte per Kommentarfunktion Kontakt aufnehmen. Mein Sponsoringangebot gilt bis max 10 Personen.

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Die Wahl der Qual

17. April 2012

Das ist Triathlon – bzw. das ist Triathlon auch – aber natürlich nicht nur. Sondern auch: heute Morgen bei -1 Grad, Sonnenschein, Schiebedach offen, Wollmütze auf dem Kopf auf dem Weg vom Schwimmbad zur Arbeit. Dabei gute Musik und Durchatmen und Natur genießen:)
Das Schwimmen davor war aber auch schon Arbeit (und ein bisschen Qual), weil 1000m irgendwie doch gar nicht so wenig sind. Und dabei komme ich tatsächlich ins Schwitzen- auch trotz Wasserkühlung.
Jetzt auf der Arbeit ist der Puls wieder normal, die Muskeln haben sich beruhigt und der Schweiß läuft nicht mehr. Hat sich gelohnt heute Morgen das Schwimmmen! Aber unterwegs wars wieder mal anstrengend. Nicht so wie gestern, aber ein wenig hatte ich schon das Gefühl nur die Wahl der Qual zu haben – womit will ich mich heute quälen: Schwimmen, Radfahren oder Laufen?  – , aber nach der Qual kommt dann das Genießen:) – weil: Geschafft! YES!

PS: Eben in der ERF Andacht zum Arbeitsbeginn wurde unser Blick auf das Genießen der Natur als Gottes Schöpfung und zu seinem Lob gelegt (Psalm 148). Passte irgendwie sehr gut – und tat sehr gut!

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Fokussieren aufs Wesentliche – weil es darauf ankommt!

13. April 2012

Beim Triathlon wird zuerst geschwommen, dann geht es mit dem Rad weiter, am Ende wird gelaufen. Die Disziplin bei der man am meisten Zeit gewinnen – oder verlieren – kann, ist das Radfahren. Meinen ersten Triathlon bin ich mit meinem normalen Mountainbike angetreten. Um Gewicht zu sparen hatte ich kurz vorher noch den Gepäckträger abgeschraubt.  Beim Triathlon stellte ich dann fest, dass ich einer der wenigen war, die nicht wenigstens mit einem Rennrad, wenn nicht sogar mit einem richtigen Triathlonrad unterwegs waren.

Für meinen Triathlon in Hamburg am 21. Juli habe ich deshalb überlegt, ob ich in ein neues  Rennrad investieren soll. Auf der einen Seite kostet das Geld – ein gutes neues Rad kostet schon gerne mal 1000 Euro,  auf der anderen Seite kann ich mit einem Rennrad wahrscheinlich den größten Zeitgewinn beim Triathlon einfahren. Mein Ziel ist es, beim Sprinttriathlon in Hamburg am 21. Juli so schnell wie möglich zu sein – für mich und für die Projekte in Afrika, die ich damit unterstützen möchte. Und deshalb habe ich mir jetzt tatsächlich ein Rennrad zugelegt. Ein echt gutes Rad, aber noch unter 1000 Euro – nach einigen Reduktionen. Als ich in dem Radladen sagte, wofür ich ein Rennrad brauche und was ich mit dem Triathlon unterstützen möchte, hat mir der Besitzer sogar noch 100 Euro nachgelassen!

Der Vorteil liegt auf der Hand: statt 16.5 kg über 22 km in Hamburg bewegen zu müssen bei unnötig großem Roll- und Luftwiderstand, lerne ich jetzt mit 9.5 kg auf schmalen Reifen über die Straße zu gleiten:)

Mein Fokus: So schnell wie möglich zum Ziel kommen und dabei möchte ich allen überflüssigen Ballast, der sich so schnell ansammelt, abwerfen. Beim Radrennen wie im Alltagsleben. Auch da geht es gerade für Leiter immer wieder darum, Prioritäten zu setzen und zu leben – auch wenn das natürlich bedeuten kann einmal lieb gewonnenes aufzugeben (was sich dann nicht mehr ganz auf das überflüssige Gewicht beim Fahrrad übertragen lässt;-))

Wichtig dabei – wie beim Radfahren – ist das regelmäßige Fokussieren aufs Wesentliche.

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Ein Geburtstagssegen

12. April 2012

… über den ich mich sehr gefreut habe:

Dass dein Leben wie ein neuer Tag aufblühen kann

und keiner dich daran hindert

wünsche ich dir

Gott gönnt es dir

Dass dein Leben wie ein Sonnentag leuchten kann

und kein Schatten dir den Mut nehmen kann

wünsche ich dir

Gott gönnt es dir

Dass dein Leben wie die ganze Schöpfung Gott preisen kann

und kein Zweifel dir den Glauben nehmen kann

wünsche ich dir

Gott schenkt es dir.

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Neues wagen – mit Rücksicht auf Verluste

12. April 2012

Neues wagen. Das muss jeder Leiter immer wieder. Ich musste das in den letzten Monaten zweimal im sportlichen Bereich. Mein Background: ich mag Fußball, Badminton, Radfahren, aber ich mag nicht Schwimmen. Bis vor ca. zehn Monaten ging das gar nicht. Dann wollte ich meinen ersten Sprint-Triathlon mitmachen: 500 m Schwimmen, 24 km Radfahren,  5 km laufen. Jetzt musste ich schwimmen gehen. Nach einiger Überwindung  ging es – weil es musste. Hat dann beim ersten Triathlon auch zum Ankommen gereicht – wenn auch nicht zu vielmehr. Allerdings ging nur Brustschwimmen, weil ich beim Kraulen nicht mit dem Atmen klar kam. Seit Januar trainiere ich nun Kraulen (für einen guten Zweck – mehr dazu hier)  – und es macht inzwischen richtig Spaß:) An der Zeit arbeite ich noch… Neues wagen lohnt sich!

Ohne Rücksicht auf Verluste?  Ich begeistere mich gerne und oft. Da gibt es dann auch schon mal Verluste. Für mich und oft noch mehr für andere. Für meine Familie und für meine Mitarbeiter heißt das, dass sie sich immer wieder mit neuen Ideen von mir rumschlagen müssen. Das kann auch schon mal durchaus anstrengend sein und kostet Kraft, Nerven und Zeit. Ich möchte deshalb lernen, vorher die Kosten besser zu überschlagen und die möglichen Verluste insbesondere für meine „Nächsten“  realistischer miteinzukalkulieren. Deshalb gilt für mich ab sofort: Neues wagen! – mit Rücksicht auf Verluste!

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Begrenzungen begegnen – im Urlaub und im Alltag

10. Februar 2012

Ich fahre sehr gerne Ski. Auf der Piste und neuerdings auch neben der präparierten Piste. Dazu hat mich mein Bruder gebracht mit dem ich zurzeit Skiurlaub im Montafon genieße. Ich mit Alpinski, er mit dem snowboard. Als echter snowboarder, der sich neben der Piste viel wohler als auf der Piste fühlt, hat mein Bruder mich unaufdringlich dazu herausgefordert, mit ihm den unpräparierten Pistenteil auszuprobieren. Meine ersten intensiveren Erfahrungen neben den sehr gut präparierten breiten Piste führten dann dazu, dass ich mich plötzlich viel mehr ungewohnten Begrenzungen in Form von Felsen, engen Schluchten, Bäumen und ausgefahrenen Buckeln gegenüber sah. Um mich davon nicht allzusehr abschrecken zu lassen, musste ich mich immer wieder mal bewusst auf die stets reichlich verbliebenen Möglichkeiten konzentrieren, um trotz der Begrenzungen gut den Berg herunter zu kommen. Außer ein paar leichten Stürzen und einer intensiven Skistocksuche gab es bei den zahlreichen Abfahrten mit den ungewohnten neuen Begrenzungen viel Spaß und viele neue Lernerfahrungen für mich.
Eine davon war, dass ich tatsächlich besser fahre, wenn ich mich nicht so sehr auf die Begrenzungen konzentriere als auf die Möglichkeiten im Rahmen der Begrenzungen gesund und munter und erfolgreich den Weg zu bewältigen.
Im Alltag ist es eigentlich nicht viel anders: Anstatt mich an vorgegebenen Begrenzungen zu stoßen und zu ärgern, will ich lernen mich auf die Nutzung der verbliebenen Möglichkeiten zu konzentrieren – und dabei auch immer wieder mal neue Wege wagen:)

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Finden, Fördern, Festhalten

30. Januar 2012

So titelt die Wetzlarer Zeitung vom 28. Januar und berichtet von Untersuchungen der Kienbaum-Unternehmensberatung in 223 Firmen zur Frage der Nachwuchsrekrutierung.
Das Ergebnis: Die Talentsuche im eigenen Unternehmen gewinnt an Bedeutung!
Allerdings ist das in vielen Unternehmen noch Zukunftsmusik, denn aktuellen Umfragen zufolge stecken Unternehmen noch ca. 87% ihre Energie in das Anwerben neuer Mitarbeiter, und nur 13% in die Förderung der vorhandenen Mitarbeiter. Warum das so ist? Die verantwortlichen Führungskräfte besitzen oft gar nicht das nötige Rüstzeug zur gezielten Talentsuche und –förderung – insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen bis 1000 Mitarbeiter.
In den meisten Unternehmen basiert die Talentsuche und –entwicklung hauptsächlich auf den Ergebnissen jährlicher Mitarbeitergespräche.
Erleben Sie die Talentsuche und – förderung in Ihrem Unternehmen auch so?

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Gamestorming: Spielend Probleme lösen

6. Januar 2012

Ich spiele einfach gerne. Egal ob Fußball, Badminton, Mühle, Dame, Triomino, Doppelkopf, … Und ich gewinne auch gerne – aber noch mehr genieße ich das gemeinsame Spielen an sich. Wenn ich mit Spielen Probleme meiner Arbeit lösen könnte, dann könnte meine Arbeit zu einem Hobby von mir werden.
Jetzt hat mir jemand, der es gut mit mir meint und mich kennt, ein Buch geschenkt, in dem tatsächlich gemeinsames Spielen als eine effektive Methode zur Lösung komplexer Managementprobleme vorgestellt wird: „Gamestorming: A playbook for Innovators, Rulebreakers, and Changemakers“.
Beim „Gamestorming“ geht es darum, Spielwelten zu schaffen, die speziell dazu geeignet sind Managementherausforderungen zu untersuchen, Zusammenarbeit zu fördern und neue Erkenntnisse zu möglichen Lösungswegen zu liefern.
Im Gegensatz zum traditionellen Managementansatz sind beim Gamestorming die Ziele dabei nicht genau definiert, sondern man arbeitet mit sogenannten „fuzzy goals“ (unscharfen Zielen). Laut einer Untersuchung der Universität Cambridge von 2009 sind gerade solche „fuzzy goals“ ein wesentliches Kennzeichen von erfolgreicher Innovation, weil sie die generelle allgemeine Ausrichtung der Arbeit fördern, ohne durch zu enge Vorgaben sich unterwegs auftauende Möglichkeiten auszublenden.
Ergo: Spielend Probleme lösen ist nicht nur möglich, sondern kann sogar durchaus sinnvoll und effektiv sein! Das macht Mut zum Weiterlesen um mehr darüber zu erfahren, wie das konkret funktionieren kann.

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Der Krippenweg ist zerstört!

23. Dezember 2011

So die Überschrift in der Wetzlarer Neuen Zeitung von heute. Erst am 19. Dezember hatte dieselbe Zeitung getitelt „Der Krippenweg ist wieder offen“

Der Krippenweg hat 44 Stationen mit originellen selbstgemachten Krippen. Vor vier Jahren initiiert und mit der engagierten ehrenamtlichen Hilfe vieler Hände entwickelt lädt der Krippenweg im Fellingshäuser Wald zum besinnlichen Spaziergang ein.

Das war so bis drei Tage nach der Meldung vom 19. Dezember Unbekannte ein Drittel der Stationen zerstörten. In der Zeitungsmeldung dazu am folgenden Tag hieß es

Sie schlugen Krippenfiguren die Köpfe ab, zerstörten oder stahlen Laternen und zerbrachen die gelben Sternenschweife, die Friedel Winter (der Initiator) über jeder Krippe am Baum befestigt hatte.

Der Mann, der anderen damit eine Weihnachstfreude machen wollte, ist am Boden zerstört. Selbst die hinzugezogenen Polizeibeamten sind bestürzt. Friedel Winter bietet den Tätern an, sich anonym zu melden. Er würde dann die Anzeige zuückziehen.

Die Schäden an den Krippen sind auf die Schnelle nicht reparabel. Trotz der Schäden und der persönlichen Trauer und will Friedel Winter aber den Krippenweg offen halten – wie geplant noch bis zum 15. Januar.

Eine mutige und wie ich finde sehr weihnachtsgemäße Entscheidung. Denn so wird die Botschaft von Weihnachten noch deutlicher: Jesus Christus kam nicht in eine heile und weihnachtlich geschmückte Welt, sondern er kam bewusst in das Kaputte der Welt um es durch sein Kommen zu Weihnachten heil zu machen! Zu Weihnachten feiern wird nicht das Kommen eines gesckenkeverteilenden Weihnachtsmannes in unsere schön geschmückte Welt, sondern das Kommen eines heilenden und rettenden Gottes in die Kaputtheit unserer Welt. Der kommt – nicht weil es bei uns so himmlisch gemütlich ist, sondern weil er weiß, dass wir ohne sein Kommen alle kaputt gehen – und weil er uns so sehr liebt, dass er dafür den Himmel verlässt.

Der Krippenweg ist zerstört – aber der Weg zu einem heilen Leben mit Gott bleibt offen!

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